Candygirl

candygirl

Bobby war das stetige Mobbingopfer seiner Mitschüler, er musste viele Demütigungen und Erniedrigungen einstecken. Doch auch er erfasste den Entschluss, dass es so nicht weitergeht und sucht seinen Weg der Rache, die er nur all zugut findet und verwirklicht. Bobby hat schon in seinen jungen Lebensjahren viele Menschen auf dem Gewissen, doch er hat kein Gewissen mehr und so rutsch er immer tiefer in die menschlichen Abgründe. Kinder sind sein Spezialgebiet und seinen Kunden stehen jegliche Taten frei zu. So muss auch seine neue Errungenschaft „Candygirl“ damit abfinden, jeglichen Scheiß durchzustehen. Doch das junge Mädchen ist stark und lässt sich nicht so leicht brechen.

 

Ich musste das Buch so gut wie in einem Zug durchlesen, da ich es nach den ersten Kapiteln nicht mehr weglegen konnte. Vor allem das Thema Prostitution Minderjähriger und Kinderpornografie ist leider ein allgegenwärtiges Thema. Auf der ersten Seite ist vermerkt, dass dieses Buch auf wahren Begebenheiten beruht, was mich nicht wirklich schockiert und ich zu 100% glaube. Der Mensch ist zu allem fähig und Michael Merhi hat uns diese menschliche Abartigkeit sehr nahe gebracht. Schon allein die Tatsache, dass dies ein gegenwärtiges und reelles Thema ist, macht das Buch spannend und absolut lesbar. Die Geschichte wechselt stets zwischen dem jetzigem Geschehen und der Vorgeschichte der jeweiligen Personen, was uns die Beweggründe und Taten von Bob und Candis näherbringt. Ja auch ich hatte anfangs Mitgefühl mit Bob, da er auch nur ein junge wie jeder andere auch war. Der Autor stellt ihn nicht nur als widerwärtigen Zuhälter dar, sondern als Mensch, zumindest zu Beginn. Gute Charaktere, detailreiche Beschreibungen und Spannung en masse vermischt mit Blut, Folter und anderen Abartigkeiten. Das reinste Lesevergnügen!

 

Ein Buch, welches mehr als nur Spannung zu bieten hat.

Titel: Candygirl

Autor: Michael Merhi

Verlag: Redrum

Seitenanzahl: 434 Seiten

Preis: 16,54 €

ISBN: 978-3959570107

 

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