Acht Nacht

 

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Benjamin Rühmann sieht sich als Versager auf ganzer Strecke. Er verliert seinen Job, die Ehe ist gescheitert und zu allerletzt verlor seine Tochter, durch einen von ihm verursachten Unfall, vor einigen Jahren ihre Beine. Doch seine Probleme scheinen gerade erst zu beginnen. Acht Nacht, so heißt die Webseite, die bei Tod der nominierten und ausgelosten Person ein Preisgeld von 10 Millionen Euro verspricht. Anfangs nur ein Experiment, welches sich aber in tödliche Realität entwickelt und mehr als nur zu einem Spiel wird. Als ob sein Leben nicht schon genug den Bach runtergehen würde, ist Ben unter den 2 Auserwählten und nun für 12 Stunden vogelfrei.

Kann man den Menschen glauben machen, sie dürften ungestraft töten? Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, wenn es um Millionen geht? Fragen, mit denen sich Sebastian Fitzek beschäftigt hat. Inspiriert von „The Purge“, Filme die ich zugleich faszinierend und erschreckend finde, kann man einige Parallelen entdecken, doch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl eine nacherzählte Story zum Film zu lesen. Wie würden wir alle in so einem Fall bzw. solch einem Experiment reagieren? Eine Frage, die mich grübeln lässt. Natürlich musste ich sofort an „Die Welle“ oder das „Stanfort-Prision-Experiment“, welches schon nach 6 Tagen abgebrochen werden musste, denken. Ich fühlte mich durchgehend und bis zum Schluss gut unterhalten und hatte nicht im Entferntesten mit dieser Wendung gerechnet. Ein Buch, welches mich zum Nachdenken anregte und mich eine Weile beschäftigte. Denn ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass solch ein Experiment in Wirklichkeit anders ablaufen würde.

Titel: Acht Nacht
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag: Knaur
Seitenanzahl: 407 Seiten
Preis: 12,99€ (D) / 13,40€ (A)
ISBN: 978-3-426-52108-3

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