Niemand wird entkommen

Würdest Du töten, um das Leben Deiner Familie zu retten? Eine Frage mit der auch Joachim Schmitz konfrontiert wird, als sein Telefon zu läuten beginnt. Der Anrufer hat Frau und Tochter entführt und benutzt den Familienvater als seine Marionette und scheint lange damit durchzukommen. Nach dem ersten Mord wird Hauptkommissar Richard Wollert zum Tatort gerufen und soll nun helfen, den Täter zu überführen. Die Sache scheint glatt über die Bühne zu gehen und der Täter ist schnell gefunden, doch Wollert hat im Gefühl, dass mehr hinter den Morden steckt und ermittelt weiter. Als dann auch noch seine Frau Kerstin entführt wird, begibt er sich selbst in große Gefahr, um seine Frau retten zu können. Wird er es rechtzeitig schaffen?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch, nur anhand des Covers, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht in die Hände genommen hätte. Doch die Story machte mich neugierig. Man sollte ein Buch ohnehin nicht nur nach seinem Cover bewerten. Ich war echt verblüfft, wie sehr mich die Story in den Bann zog und mich einfach nicht mehr los ließ. Trotz der mehrmaligen Unterbrechungen zwischen den Kapiteln, hatte ich nicht die geringsten Probleme, mich wieder in das aktuelle Geschehen einzufinden. Der Autor lässt uns sehr lange zappeln, wenn es darum geht, wer für all die Taten verantwortlich war, wie das ganze Geschehen zusammenhängt und was seine Beweggründe waren. Absolut unvorhersehbar mit einigen Überraschungen. Auch ein wenig Brutalität wird dem Leser geboten. Ebenfalls werden auch private Angelegenheiten und Probleme der Figuren besprochen und treten auch mal in den Vordergrund, so werden einem die Charaktere, meiner Meinung, nach etwas näher gebracht und erhalten dadurch mehr Persönlichkeit. Die Spannung wuchs im letzten Drittel wirklich stetig. Hier war es dann endgültig soweit, dass ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen wollte bzw. konnte.

Titel: Niemand wird entkommen
Autor: Alexander Burkard
Verlag: Brighton Verlag
Seitenanzahl: 401 Seiten
Preis:19,90€
ISBN: 978-3-9587-6313-5

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Böses Kind

Seit sich ihr Mann von Suse getrennt hat, lebt sie mit ihren 3 Kindern in einer kleinen Wohnung. Das Geld, welches sie im Supermarkt verdient, ist knapp und reicht nur für das Notwendigste. Suse wirkt ermüdet und eindeutig überfordert mit der Situation. Als dann auch noch ihre älteste Tochter verschwindet, scheint das Fass überzulaufen, denn auch ein Mord wurde nicht weit von ihrer Wohnung verübt. Das Opfer wurde gefoltert, brutal verstümmelt und gekreuzigt. Kriminalkommissar Frei und sein Team müssen den Mörder und die verschwundene Tochter finden, bevor es weitere Opfer gibt. Ein Rennen gegen die Zeit.

Zuerst muss ich sagen, dass ich das Cover äußerst ansprechend finde und schon alleine dadurch Lust auf dieses Buch macht. Die Geschichte beginnt spannend und packend. Dies ebbte auch im weiteren Verlauf nicht ab, wodurch ich das Buch schwer beiseite legen konnte. Was mir besonders zusagte war, dass die Kapitel und vor allem die Geschichte nicht ins endlose gezogen, sondern gut und kompakt verpackt wurde. Über die Frage, wer denn der wahre Täter sei, spielt der Autor ein wenig mit uns Lesern. Ich wurde eindeutig in eine falsche Fährte geführt und war umso überraschter, als ich mich irrte. Vor allem das letzte Drittel sorgt noch einmal für einen Spannungsanstieg, mit einem tollen Ende.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Titel: Böses Kind
Autor: Martin Krist
Verlag: R&K
Seitenanzahl: 324 Seiten
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-7450-3529-2

Neanderthal

Deutschland in naher Zukunft. Menschen achten penibel auf ihre Gesundheit und leben eng mit der Technologie zusammen. Sogar das Erbgut wird bearbeitet, um Makel zu beheben. Eine Zeit, in der es kaum Schönheitsfehler gibt und alle Menschen die absolute Perfektion anstreben. Verwunderlich, als man eine äußerst merkwürdig aussehende Leiche entdeckt, die kurz vor ihrem Tod noch Rätsel und Spuren zu einem Massengrab aufgibt. Die Knochen stammen eindeutig von Neandertalern und auch das Opfer weist Ähnlichkeiten mit der bereits seit zehntausenden Jahren ausgestorbenen Rasse auf. Die Anthropologen Sarah und Max werden hinzugerufen und setzten somit ihr Leben aufs Spiel, denn sie wissen noch nicht auf was sie sich hier einlassen. Sie kommen einem Geheimprojekt auf die Schliche und die Regierung setzt alles daran, die Beweise vor der Öffentlichkeit zu bewahren.

Das Cover machte mich echt neugierig und ich wollte es unbedingt versuchen. Schon zu Beginn merkt man schnell, dass die Geschichte in der Zukunft spielt. Umso schwieriger war es irgendwie für mich, mich einzufinden. Erschreckende Fortschritte der Technik und der Wissenschaft werden hier geschildert, welche ich nicht einmal für Unnahbar halte, ich hoffe mir bleibt dies erspart. Nach einigen Kapiteln fand ich mich dennoch in die Geschichte ein und kam in einen angenehmen Lesefluss. Auch die Charaktere, Sarah und Max, wurden mir immer sympathischer. Zwischendurch hatte ich wieder meine Probleme, da auch die Spannung ein wenig abbaute und ich mich regelrecht durchkämpfen musste. Einerseits fand ich das Thema durchaus interessant und ist auf jeden Fall einen Gedankengang wert, andererseits konnte ich mich bis zum Schluss nicht wirklich damit anfreunden. Auch die wissenschaftlichen Details, die man durchaus benötigt, wurden mir zu umfangreich und ich fing an, diese Stellen zu überlesen. Mich konnte es leider nicht fesseln.

Titel: Neanderthal
Autor: Jens Lubbadeh
Genre: Thriller
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 528 Seiten
Preis: 15,50€ (A) / 14,99€ (D)
ISBN: 978-3-453-31825-0

Lass mich los

Lilly ist eine anstrebende Anwältin und wird mit einem aufregendem Mordfall direkt ins kalte Wasser gestoßen. Sie soll helfen, die Unschuld des verurteilten Mörder Joe zu beweisen und ihn aus dem Gefängnis zu holen. Ein Fall der eine hohe Medienwirkung hat und das Trittbrett für ihre Karriere sein kann. Doch Lilly wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie der Fall auch Jahre noch verfolgt. Derweilen lebt sie mit ihrem Mann Ed, der sich als Künstler einen Namen machen möchte, zusammen. Die Nachbarstochter Carla kommt dem ständig streitendem Ehepaar als „Puffer“ nur zu Gute und wird Edˋs Muse. Doch Jahre später taucht Carla wieder in ihrem Leben auf und Lilly spürt schnell, dass sie nichts Gute im Schilde führt.

Ein Psychothriller meines Geschmackes. Ich hatte das Buch binnen weniger Tage durch und war echt begeistert. Ich schaffte es kaum Pausen zwischen den Kapiteln einzulegen, da ich das Buch einfach nicht beiseite legen konnte, dieses Phänomen habe ich auch nicht immer. Die Protagonistin schleicht sich schnell ins Herz und wurde mir immer sympathischer. Die Spannung baute sich auch recht schnell auf und hält sich durchgehend bis zum Ende. Vor allem die Entwicklung einzelner Charaktere hat mich überrascht und die Sache noch spannender gemacht. Lügen, Intrigen, Liebe, Hoffnung und Verzweiflung, jegliche Gefühlsregungen sind untergebracht und lassen einem einfach mitfiebert, man kann sich nicht davon entziehen. 

Titel: Lass mich los

Autor: Jane Corry 

Genre: Psychothriller

Verlag: Diana

Seitenanzahl: 577 Seiten

Preis: 11,30€

ISBN: 978-3-453-35938-3

Verdorbene Ernte

Etliche Frauen werden in den letzten Jahren als vermisst gemeldet, doch jede Spur fehlt. Von einem Serientäter kann derzeit noch nicht ausgegangen werden. Als Hauptkommissarin Beate Kraus den Abschiedsbrief eines Selbstmordopfers findet, hegt sie gewisse Zweifel. Die Freundin des Opfers, Kelly, kann den Beamten weitere Hinweise liefern und bringt sie auch im weiteren Verlauf auf wichtige Spuren. Als kurz darauf auch noch eine tote Frau aus dem Necker geholt wird, kann es sich nicht mehr um einen Zufall handeln und Beate Kraus versucht alles um den wahren Täter zu finden. 

Obwohl ich nicht gerade der Fan von Kommissaren in Büchern bin, machte mich der Klappentext dennoch neugierig. Auch das Cover fand ich überaus ansprechend, also versuchte ich mein Glück und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte baut recht schnell an Spannung auf und immer mehr Charaktere finden sich ein. Trotz der vielen Persönlichkeiten fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt verwirrt und hatte stets einen guten Überblick. Vor allem Kelly ist mir schnell ans Herz gewachsen. Von Liebe und Eifersucht bis zu dunklen Familiengeheimnissen ist alles dabei. Spannung bis zum letzten Wort. 

Titel: Verdorbene Ernte

Autor: Ilona Bulazel

Genre: Psychothriller

Seitenanzahl: 274 Seiten

Preis: 9,99€

ISBN: 9781974021901

Henker

Bernd Zenker, Kriminalhauptkommissar, wird zu einem Tatort gerufen, welcher an Grausamkeit kaum zu übertreffen ist. Der Täter arbeitete mit präziser Genauigkeit und hinterließ so keine Art von Spuren. Kurz darauf wird Bernd zu weiteren Morden hinzugerufen, die alle mitsamt auf das gleiche Konto zurückzuführen sind. Das gleiche Muster und wie immer keine Spuren. Die Presse gab ihm den Namen „Der NRW Henker“, denn er scheint einen religiösen Kreuzzug gegen die Sünde zu vollführen und es als Aufgabe zu sehen, Gottes Welt von Sündern zu befreien. 

Ich habe den „Henker“ innerhalb von 4 Stunden verschlungen. Ich bin immer noch ein wenig aufgewühlt und noch nicht ganz in die reale Welt zurückgekehrt. Das Problem in die Geschichte einzufinden, hatte ich zu keinem Zeitpunkt und das hält auch durchgehend an. Schon im ersten Kapitel schildert uns der Autor auf was wir uns im weiteren Verlauf einlassen und dies schafft schon zu Beginn an Spannung. Auch die Charaktere sind gut beschrieben und haben alle ein unverkennbares Kennzeichen und gewisse Unterschiedlichkeiten, sodass man durch die vielen verschiedenen Personen zu keinem Zeitpunkt verwirrt wird. Besonders der Protagonist hat es mir angetan und ich fieberte bis zum Schluss mit. Auch die Umstände wie die Opfer getötet wurden, nämlich anhand von mittelalterlichen Folterinstrumenten, fand ich interessant und sprach mich als Horrorfan total an. Dennoch ist dieses Buch für jedermann geeignet, da nicht zu viel der brutalen Art und Weise der Ermordungen beschrieben wird. Als hartgesonnene kann man aber natürlich immer mehr ertragen. Was mir eindeutig den Atem geraubt hat, war das unerwartete Ende. Ein Schluss mit dem ich nie, wirklich nie gerechnet hätte. Ich hätte es mir zwar anders gewünscht, dennoch ist es ein Schlussstrich der einem in Erinnerung bleibt und darum geht es doch oder?
Toll! Eine klare Leseempfehlung!
Titel: Henker

Autor: Michael Barth

Seitenanzahl: 205 Seiten

Preis: 0,99 Kindle Edition

Wenn Soziopathen träumen

Wenn Soziopathen träumen ist eine Anthologie voller verstörtem Horror und irren Texten. Der Titel passt wie die Faust aufs Auge. Zuerst muss ich sagen, dass mir vor allem die Zeichnungen zu jeder Geschichte gut gefallen haben. Einige wirken recht düster und andere wieder recht witzig und unterhaltsam („Arschgeddon“). Auf jeden Fall sind sie sehr interessant und bieten dem Leser eine passende Abbildung zur Geschichte. Bei den Texten handelt es sich meist um surreale Erzählungen, die uns in eine völlig andere Welt führen. Wie wäre es zum Beispiel in einer Welt, in der unsere Ärsche die Macht übernehmen? Einige zogen mich total in den Bann. Vor allem von „Mos Valamor“ hätte ich noch stundenlang lesen können. An den passenden Stellen witzig und voller Humor geschrieben. Für jedermann etwas dabei.

P.S.: Alleine schon das Zitat, welches vor Beginn zu lesen ist, machte mich neugierig und gab mir einen gewissen Denkanstoß. Dieses möchte ich euch nicht vorenthalten:

„Unsere Kultur ist ganz allgemein auf der Unterdrückung von Trieben aufgebaut.“ – Sigmund Freud

Titel: Wenn Soziopathen träumen

Autor: Leveret Pale

Verlag BoD

Seitenanzahl: 170 Seiten

Preis: 9,99€

ISBN: 9783744838337

Über uns die Hölle


Falko Thurner, Ermittler in Hamburg, wird mit seinem Partner in einige brisante und höchst merkwürdige Fälle hinzugerufen. Ein Amoklauf nach dem anderen sucht die Stadt heim. Die Menschen scheinen sich zu infizieren, wie ist noch nicht bekannt, und den Drang zu entwickeln, Menschen anzugreifen und zu ermorden. Der Vatikan wird hellhörig und schickt seine besten Männer nach Deutschland um die besessenen Seelen zu retten und ein Inferno zu verhindern.

Exorzismus ist ein interessantes Thema, mit dem ich mich schon das ein oder andere Mal beschäftigt habe. Umso erfreulicher, dass bereits zu Beginn der Geschichte das Thema voll aufgeht und die erste Teufelsaustreibung vollzogen wird. Ich war sofort gebannt und wollte schnellstmöglich erfahren, wie es weitergeht. Ich klebte regelrecht an dem Buch. Der Autor baut immer mehr Rätsel in die Geschichte ein und dies erhöhte die Spannung, zumindest bei mir, um einiges. Auch die Charaktere sind gut dargestellt und erschienen mir sympathisch. Ich war auf einiges gefasst, doch dieses Ende war unvorhersehbar. Für mich wich es zu Ende hin zu sehr in eine andere Richtung ab, da ich wie gesagt, sehr an dem Thema interessiert bin. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann es nur empfehlen. 
Titel: Über uns die Hölle

Autor: Simon Lokarno

Verlag: Brighton Verlag

Seitenanzahl: 280 Seiten

Preis: 19,90€

ISBN: 978-3-9587-6416-3

Roadkill

Nick ist ein absoluter Nachtmensch und genießt es, nachtsüber wahllos durch die Gegend zu fahren. Eines Nachts erblickt  er eine junge Frau, die alleine am Straßenrand spaziert und hält neugierig an. Schnell machen sich Stella und Nick bekannt und er will ihr den einzigen Wunsch, ans Meer zu fahren, erfüllen. Doch die Reise geht nicht glimpflich über die Bühne. Zwei Menschen, die sich gefunden haben und keine Rücksicht auf Verluste machen. 

Das Cover find ich super gut gelungen, es weckt schlicht und einfach Interesse am Buch, so empfand ich es zumindest. Auch in die Geschichte konnte ich mich schnell und sehr gut einfinden. Die Spannung lässt nicht lange auf sich warten. Die Charaktere passen wie die Faust aufs Auge und machen vor keiner üblen Tat halt. Auch in Sachen Humor kommt der Leser auf seine Kosten. Ich konnte mir das Schmunzeln bei einigen Stellen einfach nicht verkneifen. Auch das Ende verlief nicht wie gedacht, eine weitere Überraschung. Das Ende war dennoch gut, nur hätte ich es mir anders gewünscht (ich bin halt ein wenig sensibel). 

Eine Leseprobe des Buches „Liliths Töchter“ von Georg Adamah ist ebenfalls enthaltet! 
Titel: Roadkill

Autor: Alex Miller / Joe de Beer 

Verlag: REDRUM

Seitenanzahl: 302 Seiten

Preis: 14,99€

ISBN: 9783959570176

Verfall – Band 1

Hanna kann mit menschlichen Emotionen und Gefühlen nicht viel anfangen, sie verschließt sich regelrecht. Doch als ihr Freund spurlos verschwand, geriet auch sie in eine Abwärtsspirale. Umso verwirrter war sie, als sie plötzlich einen Anrufen ihres Freundes erhielt. Kann das wirklich David sein und was war passiert? Fragen überhäufen die junge Frau und Hanna versucht herauszufinden was im letzten Jahr geschehen ist. Doch die Frage nach dem warum ist nicht das einzige Problem welches ihr zu schaffen macht.

Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mich in die Geschichte und vor allem in die Zeitsprünge einzufinden. Dies Problem beseitigte sich jedoch recht schnell und ich geriet in einen angenehmen Lesefluss. Ich war schnell gepackt und wartete gespannt auf Antworten und den weiteren Werdegang. Die Spannung steigerte sich schnell und hielt bis zum allerletzten Satz durchgehend an. Auch die Protagonistin wirkte stets sympathischer und ich fühlte regelrecht mit ihr mit. Die Autorin baut zudem immer mehr Rätsel in die Geschichte ein, welche die Geschichte noch verzwickter und interessanter macht. Ich las das Buch binnen 2 Tagen durch. Das Ende hält weitere Rätsel bereit, auf deren weiteren Werdegang ich leider noch etwas warten muss. Ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil des Buches.
Eine absolute Leseempfehlung
Titel: Verfall – Band 1

Autor: April Nierose

Seitenanzahl: 221 Seiten

Preis: 7,99€

ISBN: 9781973199762